Donnerstag, 1. Oktober 2009

Das indische Essen und ich

Tja, beste Freunde sind das indische Essen und ich bis jetzt noch nicht so ganz geworden. Doch einige Leckereien, die ich schon entdeckt bzw fuer mich gewonnen habe, sind : Loutchi (handtellergrosses, teigiges, helles, etwas fettiges Gebaeck), Ruti/Capati (eine Art Fladenbrot mit dem Gemuese oder sonstiges gegessen wird), Dosa (es sieht aus wie gebackenes Papier, schmeckt aber lecker mit nem guten Dip) gebratene Auberginen, kleine, besonders leckere Bananen und Mangosaefte.
Was man hier ueberhaupt nicht trinken kann ist Milch! Wenn irgendein Inder mal unsere Milch trinken wuerde, egal ob sie richtig Frisch ist oder H-Milch aus dem Tetrapack, dann wuerde man in Indien keine Milch mehr verkaufen koennen! Bei uns in der Familie gibt es sowieso keine Milch, vielleicht genau aus diesem Grund.
Mit den (frischen) indischen Suessigkeiten ist es so eine Sache. Manche sehen echt lecker aus aber unter den 6 verschiedenen Sorten, die ich bisher probiert hab, war keine, welche mir echt geschmeckt hat. So lehne ich nun meist dankend ab, wenn mir zB. Diese zaehen, eigentlich wenig suessen in waessrigem Sirup eingelegten Baellchen angeboten warden und kaufe mir meine Suessigkeitenration in einem Supermarkt.
Nicht zu vergessen ist der Reis. Die Bengalen lieben Reis! Das kann man an ihrem ausserordentlichen Konsum sehen. Hier gibt es wirklich jeden Tag Reis, Reis und nochmal Reis. Dabei hat er gar keinen grossen Geschmack und ist je nach dem auch noch pappig… Ich fiehl fast aus allen Wolken als Putul auf meine Frage nach ihrem Lieblingsessen grinsend mit “Rice!” antwortete. Zum Glueck konnte ich der Koechin auf Bengali schon klarmachen, dass ich Ruti sehr gerne esse und somit kann ich den Reis aussparen, wann immer es Ruti gibt.
Hier in der Familie gibt es gutes Essen, aber leider ist es oft aehnlich. Also ich kann mich nicht beklagen, aber ein Feuerwerk fuer den Gaumen ist es auch nicht gerade. Eigentlich ziemlich okay, wenn ich nicht zufaellig auf ein Stueck Chili beisse, denn da wirds mir echt ganz anders…
Oftmals probiere ich etwas ganz Neues, wie heute. Ich habe Schrimps gegessen von denen ich eigentlich dachte ich wuerde sie nicht moegen. Der gute Geschmack muss an der Zubereitung liegen, hier gelten sie naemlich als Delikatesse!
Ich war in den letzten Tagen mit Rikki, meiner ersten indischen Freundin, die ich schon im Flieger nach Kalkutta kennengelernt habe, unterwegs. Sie kommt nicht aus West Bengal, sondern aus der Naehe von Delhi und ist auch kein so grosser Reisfan wie ich. Da ich schon lange nichts anderes gegessen hatte, sind wir auf kulinarische Streifzuege in diversen Citycentern gegangen und ich habe seit langem mal wieder Pasta, Pizza, Crepe, Salat, Kuchen und Eis gegessen, was mich echt beglueckt hat ;) Also geniesst diese Delikatessen bewusst, ihr lieben in Europa-Gebliebenen!

1 Kommentar:

Roland hat gesagt…

Hallo Anja,
schön, dir per Blog hinterher zu spionieren - und bei einer schönen schwäbischen Laugenbrezel zum Sonntagsfruestueck, laesst sich über Reis und suspekte Suessigkeiten ganz locker die Zeit verbringen. Viel Freude weiterhin!
Die Rapps.